Neuwahlen bei der Feuerwehr Renchen
Am vergangenen Freitag fand die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Renchen mit allen drei Abteilungen statt. Der scheidende Kommandant Boris Brandstetter eröffnete die Versammlung mit einem Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre, die von zahlreichen Einsätzen, Jubiläen und strukturellen Weiterentwicklungen geprägt waren.
Zu den Höhepunkten zählten die Teilnahme an den Landesfeuerwehrtagen in Kehl, bei denen der Spielmannszug erfolgreich an den Wertungsspielen teilnahm, sowie die großen Jubiläen der Jugendfeuerwehr (2023) und der Abteilung Renchen sowie des Spielmannszugs (2025). Angesichts deutlich gestiegener Einsatzzahlen wurde eine zentrale Gerätewartung mit zwei hauptamtlichen Kräften eingerichtet, um die Ehrenamtlichen zu entlasten. Besonders hervorgehoben wurde die Anschaffung der neuen Drehleiter, die überörtlich häufig zum Einsatz kommt. Zudem betonte Brandstetter die Bedeutung der umfangreichen Ausbildungsmaßnahmen und Übungsschwerpunkte, die die Leistungsfähigkeit der Feuerwehrkräfte sichern.
Für die Zukunft skizzierte er wichtige Projekte: Ein flexibles Kleineinsatzfahrzeug (GW-T) wird in Kürze eintreffen, ergänzt durch Rollwagen für Einsatzhygiene sowie Vegetations- und Waldbrandbekämpfung. Außerdem wurde eine Aufklärungsdrohne beschafft. Das größte Vorhaben bleibt jedoch der Neubau des Rettungszentrums, um den wachsenden Anforderungen der Feuerwehr gerecht zu werden. Noch in diesem Jahr folgt die Ausschreibung für einen Architektenwettbewerb. Brandstetter bedankte sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen während seiner zehnjährigen Amtszeit. Besonders würdigte er seinen Stellvertreter Sebastian Schäfer, der ihn stets zuverlässig unterstützt hatte.
In der Einsatzabteilung Renchen gab es einen Wechsel im Abteilungskommando: die Verantwortung übernahmen nun Wolfgang Weber und Abraham Kleinhans. Auch in der Abteilung Ulm kam es zu einem Wechsel: Christian Kerschgens trat nicht mehr an und übergab sein Amt an Dominik Birk. Fast einstimmig wurden Tobias Schackowsky als neuer Kommandant und Matthias Wurth als sein Stellvertreter gewählt. Zudem wurden die Mitglieder des Feuerwehrausschusses neu gewählt.
Schackowsky bedankte sich für das entgegengebrachte große Vertrauen und blickte auf die kommenden Aufgaben der Feuerwehr. Dabei betonte er die Weiterentwicklung der Wehr, den Zusammenhalt aller Abteilungen sowie die anstehenden Großprojekte – insbesondere den Neubau des Rettungszentrums – in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Renchen. Gleichzeitig sprach er dem scheidenden Kommando seinen großen Respekt und Dank für das langjährige Engagement und die richtungsweisenden Entscheidungen aus.
Jugendfeuerwehrwart Christian Gempler blicke auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück: Die gemeinsame Jugend- und Bambinifeuerwehr verzeichnete einen deutlichen Mitgliederzuwachs um 30% und ist aktuell die größte Abteilung der Feuerwehr Renchen. Dies sei ein wesentlicher Beitrag für die Zukunft der Feuerwehr Renchen. Highlights waren das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, die jährlichen Berufsfeuerwehrtage sowie das 50-jährige Jubiläum 2023.
Der Spielmannszug umrahmte die Versammlung musikalisch. Zugführerin Kerstin Carius erinnerte sich an viele besondere Momente, darunter die Landeswertungsspiele, die mit einer Silbermedaille in der Mittelstufe belohnt wurden. Auch im Spielmannszug spiele die Jugendarbeit eine zentrale Rolle, um die Feuerwehr auch in Zukunft nach außen hin vertreten zu können.
Bürgermeisterin Stephanie Bartsch dankte dem scheidenden Kommando für sein verlässliches und verantwortungsbewusstes Engagement. Sie unterstrich, wie wichtig der Rückhalt und das Vertrauen der Mannschaft für die Kommandanten seien und wünschte dem neu gewählten Kommando klare Entscheidungen und Anerkennung durch die Kameradinnen und Kameraden.

von links: Matthias Wurth, Tobias Schackowsky, Stephanie Bartsch, Boris Brandstetter, Sebastian Schäfer
